SoftAcid P+

SoftAcid P+ ist eine patentierte Mischung aus Propionsäure und modifizierten Ligninsulfonsäuren. Diese spezielle Kombination setzt die Aggressivität der Propionsäure deutlich herab.

SoftAcid P+ ist im Gegensatz zu reiner Propionsäure nur schwach korrosiv und führt bei Hautkontakt nicht zu Verätzungen. SoftAcid P+ wird nicht als Gefahrgut eingestuft.

Die Vorteile von SoftAcid P+:

  • stark Schimmel hemmend
  • 95 % weniger korrosiv als reine Propionsäure
  • gute Schmackhaftigkeit
  • nicht ätzend
  • kein Gefahrgut
  • niedriger pH-Wert
  • weniger Verschleiß bei Lagerhallen, Dosier- und Mischanlagen und Stalleinrichtungen
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei der Getreidekonservierung
  • geringerer Dampfdruck, dadurch geringere Säureverluste im Erntegut

Dosierungsempfehlungen

Für die Konservierung von Getreide (ganze Körner) empfehlen wir die Dosierung laut folgender Tabelle:

Feuchtigkeitsgehalt der Körner in %Konservierungsdauer



1 - 3 Monate3 - 6 Monatebis 12 Monate
bis 160,500,550,61
16 - 18 0,550,610,72
18 - 20 0,610,720,83
20 - 220,720,830,94
22 - 240,770,941,05
24 - 260,881,051,16
26 - 280,991,161,27
SoftAcid P+: Dichte (20° C) 1,075 g/cm3

Anwendungsempfehlungen

  • SoftAcid P+ nicht mit anderen Säuren oder Chemikalien mischen!
  • Getreidelager muss vor der Einlagerung in hygienisch einwandfreiem Zustand sein.
  • Getreide vor der Konservierung reinigen.
  • Vorhandene Dosiertechnik kann verwendet werden, sofern es sich um säurefeste Technik handelt und die Anwendungsempfehlungen für SoftAcid P+ berücksichtigt werden.
  • Für Neuanschaffungen wenden Sie sich an die Hersteller für Dosiertechnik.
  • Pumpe muss immer gefüllt sein, niemals trocken laufen lassen!
  • Rückschlagventil am Ansaugbereich anbringen, um Leerlaufen der Pumpe und somit Dosierunterbrechung zu verhindern.
  • Grobmaschiger Fußfilter (ca. 3 mm) am Ansaugrohr.
  • Falls vorhanden, den Feinfilter aus dem Hauptfilter entfernen.
  • SoftAcid P+ hat im Vergleich zu reiner Propionsäure eine höhere Viskosität (7 – 10 mPas bei 20˚ C). Daher sollte das Dosiergerät vor der Benutzung mit SoftAcid P+ ausgelitert werden. Bei Temperaturschwankungen von mehr als 5˚ C sollte das Dosiergerät zwecks optimaler Aufbringungsmenge erneut ausgelitert werden.
  • Anstellwinkel der Schnecke optimal 40 – 45 Grad.
  • Mischweg muss mindestens 3 m betragen.
  • Bei Trogschnecken sind mindestes vier Mischelemente auf mindestens 2 m Länge einzubauen.
  • Düsengröße ca. 3 mm (vorhandene Düsen evtl. aufbohren).
  • Grobes Sprühbild ist vorteilhaft.
  • Druck an der Düse ca. 2 bar.
  • Nachlaufsicherung vor den Düsen (Kugeln) entfernen und evtl. Kugelhahn zum Absperren am Düsenstock anbringen.
  • 40 t maximale Konservierungsmenge pro Stunde.
  • Dosiergerät und Düsen nach jedem Gebrauch grundsätzlich mit Wasser durchspülen, wenn möglich mit warmem Wasser. Bei Konservierungspausen am Tag Pumpe nicht leerlaufen lassen, d. h. Anlage sollte mit SoftAcid P+ gefüllt sein.
  • Nach der Konservierung Getreideförderschnecke mit unbehandeltem Getreide mehrmals durchspülen.